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Der Begriff Linkaufbau, oder auch Linkbuilding genannt, bezeichnet die mit Absicht herbeigeführte Erhöhung von Backlinks in Anzahl und Qualität einer Webseite. Klingt zwar erst einmal ganz simpel, aber was haben Sie sich darunter vorzustellen?

Was es mit dem Thema auf sich hat, wozu Linkaufbau nützlich ist und vieles mehr möchten wir Ihnen gerne in diesem Beitrag zeigen.

Was ist Linkaufbau/ Linkbuilding?

Der Linkaufbau zählt zum Bereich der Off-Page-Optimierung einer Webseite und besteht darin, gezielt auf anderen Webseiten Backlinks zu der Ziel-Webseite zu erzeugen.

Heutzutage möchte man ein möglichst natürliches Linkwachstum simulieren, was man auch als organischen Linkaufbau bezeichnet. Die Anzahl der Backlinks wächst mit der Zeit und mit ihr die damit verbundene Domainpopularität der Webseite. Dabei ist es wichtig, auf die Kontinuität des Verlinkungsprozesses zu achten.

Es sollten nicht zu schnell zu viele Links gesetzt werden und die Verlinkungen auch nicht plötzlich stoppen, zu gleichmäßig sollte es aber auch nicht sein. Am besten ist es, in manchen Wochen mehr, in anderen Weniger Backlinks zu erzeugen. Diesen natürlichen Wachstum der Linkanzahl einer Webseite kann der Betreiber durch das Erstellen von hochwertigem Content, regelmäßig aktualisierte und themenrelevante Informationen und PR-Aktionen beeinflussen.

Im Gegensatz dazu steht der künstliche Linkaufbau, bei dem aktiv Maßnahmen zum Anzahlwachstum der Backlinks ergriffen werden. Solche Maßnahmen findet man häufig in PR- oder Presseartikeln. Hier werden die entsprechenden Links nur zum Zweck des Linkaufbaus untergebracht. Aber auch im Bereich Social Media ist diese Methode vertreten, denn Kommentare auf Blogs und Antworten auf Experten-Communities können ebenfalls solche unnatürlichen Backlinks enthalten.

Um dieser Art des Linkaufbaus entgegenzuwirken, ändern Suchmaschinen des Öfteren ihre Ergebnisalgorithmen. Dadurch werden die Webseiten, auf die in kürzester Zeit eine unnatürlich hohe Anzahl an Backlinks gesetzt wurde, herausgefiltert. Die Konsequenz: Im Suchmaschinenranking werden sie auf die hinteren Ergebnisplätze verbannt oder gar ganz aus dem Index herausgenommen.

Google beispielsweise erkennt künstliche Linkstrukturen und wirkt ihnen mit seinem Penguin-Update regelmäßig entgegen. Das ist fatal für die Sichtbarkeit einer jeden Webseite, daher bedenken Sie: Weniger ist manchmal mehr!

Wozu nützt es?

Da Sie nun wissen, worum es sich bei dem Linkaufbau handelt, möchten wir Ihnen erklären, wozu sie benötigt werden.

Zum einen zur direkten Verbesserung auf den Ranking-Plätzen der Suchmaschinen.

Wie bereits erwähnt sind natürlich gesetzte Backlinks neben anderen Faktoren ausschlaggebend für den Platz im Suchmaschinenranking. Ist eine Seite gut verlinkt und die Backlinks werden von beispielsweise Google als natürlich eingestuft, so hat diese Webseite gute Chancen. Sie kann sich leichter in der Rankingliste nach oben arbeiten, als andere Seiten, die weniger gut verlinkt sind. Die Linkpopularität und die der Webseite werden hierbei erhöht und dadurch relevanter.

Zum anderen dienen sie der Besuchergenerierung.

Wenn der Besucher einer Webseite den Backlink zur Zielseite anklickt, wird er von der gegenwärtigen Webseite direkt auf die andere weitergeleitet. Der Besucher kann sich hier nun umsehen und entdeckt möglicher Weise Inhalte, die ihn interessieren. Er verbringt eine gewisse Zeit dort und im besten Fall bewertet er die entdeckten Inhalte positiv und lässt einen entsprechenden Kommentar da. Weil ihm die Seite so gut gefällt, merkt er sie sich und kommt zu einem späteren Zeitpunkt möglicher Weise wieder.

So wie Unternehmen und Geschäfte ihre Stammkunden haben, so können Webseiten auch ihre Stammbesucher haben. Das ist hilfreich in Bezug auf die Besucheranzahl der Webseiten und deren Statistik.

Und dies wiederum spiegelt sich auch im Ranking der Suchmaschinen wieder, denn gut bewertete Inhalte und hohe Besucherzahlen sind unter anderem ausschlaggebend für den Ranking-Platz der Webseite.

Man kann also sagen, dass dies der indirektere beider Wege ist, um einen besseren Ergebnisplatz in der Suchmaschine zu erlangen.

Die Backlinks

Wir haben es weiter oben zwar bereits angedeutet, aber möchten Ihnen den Begriff noch einmal konkretisieren. Backlinks sind eingehende und unidirektionale Links, die von einer fremden Webseite auf die gewünschte weiterleiten.

Die Webseitenbetreiber fremder Domains haben meist keinen direkten Einfluss auf die Erzeugung von Backlinks. Sie können allerdings bei Links, die auf andere Webseiten weiterleiten und von Nutzern eingefügt wurden, das Attribut nofollow einstellen. Damit bleibt der Backlink auf der Webseite zwar bestehen, er wird aber für die Suchmaschinen entwertet.

Der Webcrawler kann diesem Link nicht folgen, ihn somit auch nicht indexieren und der verlinkten Webseite ebenfalls nicht als Backlink „anrechnen“.

Qualitätsbestimmung der Backlinks

Die Qualität eines Backlinks setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Die wichtigsten Faktoren zur Bewertung der Qualität eines Backlinks stellen wir Ihnen nun vor.

Erreichbarkeit und Sichtbarkeit:

Zunächst sollten Sie darauf achten, dass die von Ihnen verlinkte Seite momentan überhaupt erreichbar ist. Das gilt auch für die Domain, auf der Sie Ihren Link setzen möchten.

Beachten Sie zudem den Page Rank der Seite. Steht dieser bei 0, so ist die Seite wahrscheinlich mit einer Penalty (deutsch: Sanktion) versehen und steht auf den Rankingplätzen weit hinten oder wurde sogar ausgeschlossen. Ebenfalls sollten Sie sich vergewissern, dass die gewünschten Seiten in der Suchmaschine überhaupt indexiert sind, damit Ihr Backlink von der Suchmaschine erfasst werden kann.

Platzierung:

Platzieren Sie die Links auf unterschiedlichen Domains für mehr Reichweite und Abwechslung. Suchmaschinen erkennen es, wenn von nur einer einzigen Webseite auf eine andere verlinkt wird. Das kann unter Umständen dazu führen, dass die Suchmaschinen-Algorithmen die Links als künstlich einstufen. Die Links sollten zudem von verschiedenen IP-Adressen gesetzt werden.

Es ist auch wichtig, das Herkunftsland und die Sprache der Seiten im Blick zu haben. Soll Ihre Webseite auf Google.de ranken, sollten Sie hauptsächlich Links von deutschsprachigen Internetseiten verwenden. Unter Umständen hat die Zielgruppe der Seite, auf der Ihr Backlink gesetzt ist, für Ihre Seite überhaupt keine Verwendung. Die  weitergeleiteten Besucher sprechen beispielsweise spanisch, verstehen kein deutsch und können mit Ihrem Artikel, egal, wie gut er ist, nichts anfangen.

Wertigkeit der Webseite mit Backlink:

Hinzu kommt die Wertigkeit der Webseite, auf der Sie den Link setzen. Unbedeutendere, wenig besuchte Seiten mit qualitativ minderwertigem Content eignen sich für den Link nicht so gut, wie gegenteilige Seiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher den Backlink finden, verwenden und auf Ihrer Seite vorbei schauen, ist bei hochwertigen Internetseiten einfach höher.

Thematische Relevanz des Backlinks:

Sie sollten sich auch überlegen, ob der Backlink Ihrer Webseite thematisch zu dem Inhalt der fremden Webseite passt. Wenn Sie von einem Handwerker-Blog zu einem Beitrag auf einem Beauty-Blog verlinken, der nichts mit dem vorherigen Thema zu tun hat, so macht dies wenig Sinn. Dementsprechend ist dieser Link eher als minderwertig einzustufen. Denn: Der Besucher sollte einen Mehrwert aus dem von Ihnen verlinkten Artikel ziehen können, der zu seinen Interessen passt.

Webseitentyp:

Außerdem ist der Webseitentyp wichtig für die Qualität. Social Bookmark-Portale, Kataloge und Artikelportale sind qualitativ nicht so hochwertig wie themenrelevante Portale. Dazu zählen z.B. Uni-Webseiten oder bekannte Artikel von Nachrichtenportalen wie Spiegel. Allerdings sollten auch weniger qualitative Links in Ihrem Linkrepertoire vorhanden sein, damit es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen starken und schwachen Links gibt. Es sollte mehr der weniger relevanten Links geben, als sehr hochwertige Backlinks.

Der Link an sich:

Der Link- oder Ankertext ist auch wichtig. Hierbei handelt es sich um den meist farblich hervorgehobenen und anzuklickenden Teil im Text, der auf die Webseite verlinkt. Die Variation der Ankertexte ist zu empfehlen, da die Suchmaschinen sonst einen unnatürlichen Linkaufbau vermuten, was zu den bereits beschriebenen Konsequenzen führen kann.

Linkaufbau leicht gemacht

Damit sollten Sie nun gut über den Linkaufbau und die dazu verwendeten Backlinks informiert sein. Sie wissen nun, worum es sich dabei handelt und wozu es nützlich ist. Auch der ein oder andere Tipp kann Ihnen sicherlich weiter helfen, wenn auch Sie Off-Page-Optimierung für Ihre Webseite betreiben möchten.

Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und bis zum nächsten Mal!

Linkaufbau: Das sollten Sie darüber wissen
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